In Würde zu sich stehen,
Inhalt und Ablauf

Inhalt und Ablauf

IWS (In Würde zu sich stehen) ist ein peer-geleitetes Gruppenprogramm zur Stigma-Bewältigung für Menschen mit psychischer Erkrankung. In Form eines Gruppenprogramms werden Betroffene darin unterstützt, eine gut überlegte Entscheidung für oder gegen die Offenlegung ihrer Erkrankung in verschiedenen Umgebungen zu treffen. Die Gruppen werden von Peers geleitet: Peers sind Personen, die selbst Erfahrungen mit psychischer Erkrankung und Offenlegung gemacht haben.

Die Entscheidung für oder gegen Offenlegung ist wichtig für den Umgang mit öffentlichem Stigma („Psychisch Kranke sind faul!”) und Selbststigma („Weil ich psychisch krank bin, muss ich faul sein!“). IWS hilft dadurch bei der Bewältigung der psychischen Erkrankung und ihren persönlichen und sozialen Folgen. IWS ersetzt keine Therapie, liegt im Bereich der Tertiärprävention und richtet sich an Menschen jeden Alters und jeder Diagnose, die sich fragen, ob, mit wem und wie sie über ihre psychische Erkrankung sprechen sollen.

IWS findet in Kleingruppen von etwa sechs Personen mit jeweils ein bis zwei Peers statt und folgt einem Arbeitsbuch. Die Teilnehmenden treffen sich an vier Terminen für jeweils zwei Stunden, um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und Arbeitsmaterialien zu bearbeiten – etwa zu den Vor- und Nachteilen einer (Nicht-)Offenlegung oder den Varianten der Offenlegung. Die Gruppenleitenden sind in der Anwendung des Handbuchs geschult und haben bereits IWS-Gruppen begleitet.

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